Okt 16

Wer studiert, der verfällt oft dem Irrglauben, dass mit einer abgeschlossenen Hochschulausbildung die halbe Miete für das zukünftige Berufsleben schon gezahlt ist. Doch während es früher durchaus ausreichend war, einen soliden Uniabschluss vorweisen zu können, müssen Studenten heute schon ein wenig mehr zu bieten haben, um in der hart umkämpften Karrierewelt bestehen Berufsvorbereitungzu können. Umso wichtiger ist heutzutage Berufsvorbereitung für Studenten, die gezielt auf den Job vorbereitet und bei der wichtige Kompetenzen vermittelt werden, die das universitäre Curriculum nicht vorsieht. Vielmehr wird in den Universitäten sehr fachspezifisches Wissen vermittelt, das zwar in der Theorie viel hilft, im Berufsalltag jedoch nicht unbedingt. Laut aktuellen Studien fühlt sich rund ein Drittel der deutschen Studenten daher von der Universität nicht ausreichend auf den Beruf vorbereitet – ein vernichtendes Urteil. Vor allem Fachhochschulen allerdings ergreifen deshalb Maßnahmen und versuchen, ihren Studenten mehr Praxiskompetenz zu vermitteln. Einige Universitäten bieten sogar Berufsvorbereitung für Studenten an – ein Angebot, das unbedingt genutzt werden sollte.

Was bringt Berufsvorbereitung für Studenten?

Um bereits während des Studiums mehr Praxisbezug für den zukünftigen Job zu bekommen, ist Berufsvorbereitung genau der richtige Weg. Zum einen bringt die Berufsvorbereitung nämlich überhaupt erstmal einen Einblick, welche Joboptionen mit dem Studienfach eigentlich offen stehen. Vor allem Geisteswissenschaftler wissen häufig nicht, wohin sie mit ihrem Studienfach wollen. Berufsvorbereitung kann hier Orientierung bieten. Auch ganz praktische Kompetenzen wie die Erstellung einer Bewerbungsmappe oder Tipps für das Vorstellungsgespräch werden vermittelt. Wer dann noch Zeit findet, um in den Semesterferien Praktika zu absolvieren, der hat seine theoretische und wissenschaftliche Expertise gekonnt mit praxisrelevanten Kompetenzen ergänzt und mit Sicherheit einen einfacheren Berufseinstieg.

Das Career Center als Anlaufstelle für die Berufsvorbereitung

Neben speziellen Seminaren, die es an einigen wenigen Unis gibt, haben mittlerweile immer mehr Einrichtungen ein Career Center ins Leben gerufen. Dort erhalten Studierende Informationen zu möglichen Praktikumsplätzen, der Bewerbung, dem Berufseinstieg und allen andere Fragen rund um den Job. Auch organisiert das Career Center im Rahmen der Berufsvorbereitung Messen und Veranstaltungen, auf denen Studenten mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt treten können und erste, aber wichtige Bande für die Zukunft knüpfen.

Am wichtigsten für die Berufsvorbereitung von Studenten ist neben allen Angeboten, die von der Hochschule gestellt werden, aber die eigene Initiative. Wer Augen und Ohren offen hält, neben dem Studium bereits als Werksstudent in relevanten Unternehmen tätig wird und sich stets aus eigenem Antrieb mit berufsrelevantem Wissen weiterbildet, der kann potenzielle Arbeitgeber nach dem Studium gewiss mit seinem breiten Kompetenzspektrum überzeugen.

Bild: Tulane Public Relations/Flickr.

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