Dez 22

Studenten werden schon gerne früh umworben. Dabei nutzen Unternehmen die unterschiedlichsten Anreizmodelle, um die jungen Nachwuchskräfte früh für sich zu gewinnen und damit auch an sich zu binden. Besonders beliebt ist dabei der Dienstwagen, der vor allem für Studenten eine interessante Verlockung darstellt. Wer träumt nicht mit dem Berufseinstieg auch gleich davon, einen Firmenwagen Firmenwagen zur eigenen Nutzung gestellt zu bekommen. Der Dienstwagen ist nicht nur ein Statussymbol, sondern zeugt auch von der eigen Position, die jemand innehat. Fahrradfahren ist dann tabu. Viele Firmen setzen für diese Angebote auf die unterschiedlichsten Leasingangebote. Besonders beliebt sind Wagen der deutschen Hersteller, wie z.B. BMW . Der Anbieter LeasingTime, ein Automarkt speziell für Leasingfahrzeuge, offeriert Neuwagen von 6 Monaten bis zu 5 Jahren als Leasingobjekt. Damit können Unternehmer, die Laufzeiten nicht nur steuerkonform ausrichten, sondern auch nach Nutzung und Budgets.

Image fordert seinen Tribut

Dennoch ist die Auswahl der Firmenfahrzeuge begrenzt. In der Regel stellen die Unternehmen nur reine Limousinen-Ausführungen zur Wahl. Dabei würde fast jeder Mitarbeiter doch viel lieber einen Sportboliden oder einen SUV fahren. Hier spielt jedoch das Firmenimage eine starke Rolle. Eine Spritschleuder ließe sich in der Öffentlichkeit nur schwer verkaufen. Modelle mit Hybrid-Antrieb sind hierbei der neue Trend, auch wenn diese bei der Leistung fast immer enttäuschend ausfallen.

Vorreiter für dieses Anreizsystem ist übrigens vor allem Siemens. Sein Bonus-Malus-System wurde dabei an den Klimaschutzzielen der EU angepasst. Arbeitnehmer, die sich hingegen für die öffentliche Verkehrsmittel entscheiden, erhalten bei Siemens eine Mobilitätszulage von 650 Euro im Monat. Welches auch Studenten später bei einem Einstieg schmackhaft gemacht wird. Ob sich ein solches Anreizsystem jedoch durchsetzen lässt, bleibt fraglich. Immerhin steht der Firmenwagen auch heute noch für Erfolg. Wer hingegen die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt, um zum Kunden zu gelangen, schafft kaum Vertrauen.

Gutes Argument

Fakt ist aber, der Firmenwagen bleibt weiterhin ein gutes Argument für die Gewinnung von Fach- und Führungskräften. Dazu gehören eben auch Studenten, die schon frühzeitig an das Unternehmen gebunden werden sollen. Allerdings sollte hierbei besonders die steuerlichen Auswirkungen geprüft werden. Zwar stellt das Unternehmen den Wagen zur geschäftlichen und privaten Nutzung bereit. Doch das Finanzamt greift dabei aber gerne zu, so dass Arbeitnehmer am Ende draufzahlen könnten.

Bild: CollegeDegrees360/Flickr.