Okt 11

Studenten lieben heiße Rennautos. Doch oft fehlt das Geld. Als Alternative bleibt der Uni-Rennstall. Auf der Formula Student werden wilde Rennen mit Autos der Marke Eigenbau gefahren. Konstruiert werden die Rennfahrzeuge direkt in Handarbeit durch die Studenten der Uni. Zwei Meter sind sie im Schnitt lang. Fast 2 Jahre wird in liebevoller Kleinarbeit an den Rennboliden gebaut. Das Pilotprojekt der Hochschule München beweist nicht nur Kreativität, sondern macht vor allem gewaltigen Spaß. Über 100 Studenten haben dabei an den Rennstallprojekt „Munich Motorsport“ zusammengearbeitet. Entstanden ist dabei der flotte Rennwagen PW4.09.

Munich Motorsport von und für Studenten

Formula StudentDer Rennwagen PW4.09 entstand in 18 Monaten mühevoller Arbeit. Erfolg und Rückschläge lagen nahe beieinander. Der Flitzer wiegt 240 Kilogramm und befindet sich direkt in der Garage der Hochschule in der Lothstraße. Und der Rennwagen funktioniert. Getestet wurde er bereits auf dem Hockenheimring, an dem sonst die großen Auto- und Motorradrennen stattfinden. Auf dem Hockenheimring ist die Formula Student mittlerweile aber eine weitere, wichtige Veranstaltung. Zusätzlich wird aber auch auf der Rennstrecke in Österreich gestartet.

Was ist Formula Student

Es ist nicht irgendein beliebiges Rennen, das einem kleinen Projekt einer Hochschule gilt. In den letzten Jahren hat sich diese Veranstaltung zu einem Treffen der Unis und Hochschulen aus vielen Ländern entwickelt. Die Teams treten mit eigenen Rennautos gegeneinander an. Selbst Hochschulen aus Indien, Japan und den USA nehmen an dem Formula Student teil. Um die 70 – 80 Teams treten am Hockenheimring gegeneinander an. Dabei sind viele Unis und Hochschulen aus Deutschland zu finden.

Professionelle Rennwagen von Studenten

Die eigenen Rennwagen können mit den Großen der Szene durchaus mithalten. Von 0 auf 100 km/h geht es in 3,6 Sekunden. Zwischen 90 – 110 PS haben die Rennflitzer der Studenten an Bord. Alles ist selbstentwickelt, Marke Eigenbau. Auch das Getriebe und die Lenkradsteuerung wurden von den Studenten entwickelt. Jede teilnehmende Uni stellt ein komplettes Team. Dazu gehören nicht nur die Entwickler, sondern auch Pressesprecher, Finanzplaner und selbst IT-Spezialisten. Noch nehmen überwiegend männliche Studenten an dem Formula Student teil. Doch die Unis und Hochschulen wollen auch verstärkt Studentinnen in das Geschehen einbinden und bei den weiblichen Studierenden Interesse für das Projekt wecken. Wer hier mitmacht, kann schnell ein Bein in der Tür der Finanz- und Personalabteilungen der großen Autobauer bekommen. Damit macht das Projekt nicht nur Spaß, sondern ist auch ein Karriereöffner.

Wer kann teilnehmen

Die Formula Student findet jedes Jahr statt. Teilnehmen können Studenten aus allen Fachrichtungen. Gemeinsam im Team wird nicht nur der eigene Sportwagen entwickelt, sondern auch Finanzen verwaltet, Sponsoren gewonnen und Pressearbeit betrieben. Mittlerweile überzieht die Formula Student ganz Europa. Neben Deutschland und Österreich finden dazu Veranstaltungen in Spanien, Tschechien und weiteren Mitgliedsstaaten statt.

Bildquellenangabe: lichtkunst.73 / pixelio.de

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