Mrz 01

Im Auftrag der „Welt am Sonntag“ wurde In einer Studie der GfK Marktforschung Nürnberg nach der gewünschten Anredeform in Firmen gefragt. Die meisten Chefs, Studenten  und Arbeitnehmer möchten in Deutschland in der Arbeit nicht geduzt werden. Das Design der Studie wurde zu diesem Zweck sogar sehr umfangreich gewählt. Es wurden 1000 Bürger ab einem Alter von 14 Jahren befragt. 2 von 3 Deutschen lehnen das Du in der Arbeit laut der Umfrage ab. Eine besondere Ablehnung gegen das Duzen gab es sogar in den großen Städten Berlin und Hamburg.

Eine unterschiedliche Auffassung

Es gibt einige Unterschiede im Verständnis des Duzens. Im Rahmen der Befragung im Westen und im Osten drückten Vorgesetzte und Angestellte aus, dass sie das Du zwischen den Ebenen nicht gut finden. Jedoch scheint das Du zwischen Kollegen, die sich gut verstehen, weitgehend gewünscht zu sein. Das Duzen zwischen den Ebenen schafft scheinbar zu viel Nähe im Rahmen einer autoritären Umgebung.

Ähnliche Befragungen

Ein Du scheint darüber hinaus auch in anderen Ebenen nicht gleichermaßen gut anzukommen. Mehr Distanz wünschen sich manche Deutsche zum Beispiel im Restaurant oder bei einem Einkauf allgemein. In diesem Umfeld scheint es häufiger vorzukommen, dass ein Du gewählt wird. In der Umfrage äußerten sich 2 von 3 Befragten so, dass sie ein Du in diesem Umfeld nicht wünschen würden.