Sep 20

Wenn sich Studenten gegenseitig das Leben zur Hölle machen, dann kann es sich um Mobbing an der Uni handeln. Betroffene leiden extrem darunter und ihr gesamtes Leben wird stark negativ beeinflusst. Deshalb zeigt Studentennachrichten mit Tipps und Infos Wege aus der Mobbing-Falle.

Wie entsteht Mobbing an der Uni eigentlich?

Mobbing-UniLaut Experten verläuft Mobbing idealtypisch in mehreren Phasen. Am Anfang steht ein ungelöster Konflikt, der zwar harmlos wirkt, bei dem es aber bereits zu ersten Sticheleien und Angriffen kommt. Schon in der zweiten Phase dann entwickelt sich ein systematisch ausgeübter Psychoterror, bei dem das Opfer verunsichert, isoliert und mit Gerüchten und Lügen verunglimpflicht wird. Diese Belastung führt bei Mobbing an der Uni zu starkem Leistungsabfall, Unkonzentriertheit und schlechten Noten – dadurch steigt der psychische Druck auf das Opfer umso mehr. In der daraufhin folgenden Phase weiß sich das Mobbingopfer nicht mehr zu helfen und bricht im schlimmsten Fall das Studium ab. Damit es gar nicht erst so weit kommt, ist es wichtig, frühzeitig Maßnahmen gegen das Mobbing unter Studenten zu ergreifen und das Drangsalieren an der Uni im Keim zu ersticken.

Was kann man selbst gegen Mobbing an der Uni tun?

Mit Mobbing an der Uni werden die Opfer in den seltensten Fällen selber fertig, meistens ist externe Hilfe nötig, um das Problem in Griff zu bekommen. Dazu müssen sich die Betroffenen aber zunächst auch eingestehen, ein Opfer von Mobbing an der Uni geworden zu sein – ein nicht ganz leichter Schritt.

Viele Universitäten sind sich darüber im Klaren, dass Mobbing unter Studenten keine Ausnahmeerscheinung mehr ist und haben Zentralen eingerichtet, an die sich Betroffene wenden können. Auch außeruniversitäre Hilfseinrichtungen kennen sich mit Mobbing an der Uni aus und können mit Rat und Tat zur Seite stehen. Selbsthilfegruppen bieten darüber hinaus die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und gemeinsam am erneuten Aufbau des Selbstbewusstseins zu arbeiten. Auch können Mobbing-Opfer Stressbewältigungsstrategien erlernen, die zum Beispiel in speziellen Mobbing-Seminaren vermittelt werden.

Wie können Familie und Freunde helfen?

Familie und Freunden fällt eine besonders wichtige Aufgabe dabei zu, wenn sie ein Opfer von Mobbing an der Uni kennen. Zuerst muss dem Betroffenen verdeutlicht werden, dass nicht er der Schuldige ist und dass ein Hilferuf keine Schande ist, sondern bei Mobbing unter Studenten unbedingt notwendig. Auch sollte darauf geachtet werden, dass der Fall schriftlich festgehalten und das Mobbing an der Uni dokumentiert wird, falls es zu einer rechtlichen Auseinandersetzung kommen sollte. Doch an erster Stelle steht für Familie und Freunde: Ermutigen, unterstützen und dabei helfen, das Selbstwertgefühl zu stärken. In jeden Fall gilt bei Mobbing unter Studenten eines: Es geht immer weiter und einer positiven und erfolgreichen Zukunft steht trotz allem nichts im Wege!

[Bild: digital cat/Flickr.]

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