Jul 13

Durch die zahlreichen Bewerber ist das Bewerbungsverfahren an der Uni heute schwerer als damals. Es gleicht harter Arbeit, einen Platz an der Uni ergattern zu können. Während die Universitäten im Osten noch einfache Verfahren anbieten, ist es im Westen deutlich schwerer geworden. Wer es einfach haben möchte, wirft daher einen Blick auf die Angebote im Osten von Deutschland. Allerdings ist das Renommee vieler Universitäten bisher nicht mit dem im Westen vergleichbar.

Eignungstest und Aufnahmeprüfung

Wer sich für einen künstlerischen Studiengang an einer Uni bewirbt, muss mit den klassischen Aufnahmeprüfungen rechnen. Dabei zählt vor allem das künstlerische Können, um mit der eigenen Person überzeugen zu können. Das erscheint im ersten Moment gar nicht einmal so hart. Doch in vielen Unis bestehen heute auch in diesen Studiengängen weitere Prüfungstests, die erklungen werden müssen. So sind zum Beispiel Online-Tests gang und gäbe, um die Zulassungsvoraussetzungen bestehen zu können. Dabei handelt es sich häufig um Fragen nach dem Allgemeinwissen und weiteres fachliches Können. Gerne wird dabei geprüft, wie Bewerber mit komplexen Texten und den Auswertungen von Diagrammen umgehen können.

Medizinische Unis setzen heute fast generell verpflichtend auf einen Medizinertest. Dieser hat übrigens auch einen interessanten Vorteil. Wer bislang vielleicht nicht mit guten Noten überzeugen konnte, kann nun durch den Medizinertest noch einmal das Blatt wenden und damit eine schlechte Abiturnote ausgleichen. Studentennachrichten beobachtete in den letzten Jahren, dass in den Studienfächern rund um Medizin die Aufnahmekriterien deutlich erhöht wurden. Grund ist die hohe Nachfrage von Bewerbern. Chancen haben praktisch nur noch Bewerber, die wirklich mit guten Noten und einem außergewöhnlichen Talent überzeugen können. Doch die reinen Tests sind nicht das Einzige, was Bewerber an der Uni über sich ergehen lassen müssen.

Auswahlgespräch an der Uni

Neben dem Test vor dem PC oder in schriftlicher Form, haben sich viele Unis für gezielte Auswahlgespräche entschieden. Bewerber bezeichnen dieses „Vorstellungsgespräch“ auch gerne als eine direkte mündliche Prüfung. Hierbei wird nicht nur das Allgemeinwissen als solches geprüft, sondern vielmehr welchen Charakter und welche Talente die Bewerber haben. Sind sie weltoffen, motiviert und wie ist die Persönlichkeit? Immer beliebter wird bei den guten Unis das sogenannte Assessment-Center. Ein ganz besonderer Eignungstest, den viele Führungskräfte häufig bewältigen müssen. Die Gespräche ziehen sich in die Länge. Zeiten von 40 – 70 Minuten sind dabei keine Seltenheit. Die Regeln hingegen sind an der Uni dabei immer gleich. Es werden neben Fragen ebenso gezielte Aufgaben gestellt. Immer öfters spielt das Assessment-Center für die Auswahl eine entscheidende Rolle. Fachliche Leistungen werden hierbei zur Nebensache.

Motivationsschreiben
Zusätzlich müssen Bewerber für die Uni ein Motivationsschreiben erstellen. Viele greifen dazu auf Standard-Muster im Internet zurück und ergänzen diese mit persönlichen Daten. Ein häufig gewagter Schritt. Bewerber müssen bei einem Motivationsschreiben genau erläutern, warum sie sich gerade für diesen Studiengang interessieren. Hierbei kommt es auf eine geschickte Argumentation an, die auch in der Kindheit ansetzen darf. Die Schreiben werden von der Uni heute immer mit den angebotenen Vordrucken im Internet abgeglichen. Aus diesem Grund sollte sich jeder genügend Zeit nehmen und lieber selbst eine eigene Argumentation verfassen.

Bild: wolfro54/Flickr

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