Das Studium in der Tasche und Motivation für zwei – Uniabsolventen können es meistens gar nicht abwarten, im Job durchzustarten und nach all dem Lernen und theoretischen Arbeiten endlich mal das gesammelte Wissen zur Anwendung zu bringen. Aber wie sehen die Chancen nach dem Studium eigentlich aus? Studentennachrichten klärt auf.

Studenten haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Natürlich ist ein Studium alleine noch kein Garant für eine rosige Zukunft, eine glänzende Karriere und finanziellen Erfolg. Trotzdem stehen Akademiker im Vergleich sehr viel besser auf dem Berufsmarkt da, als geringer Qualifizierte. Arbeitslosenquoten liegen zwischen zwei und drei Prozent. Diese Beschäftigungszahlen täuschen aber auf den ersten Blick darüber hinweg, dass viele hochqualifizierte Studenten erst einmal in einem Job landen, der alles andere als das Ziel aller Träume ist. Volontäre, Praktikanten und Trainees gibt es mittlerweile in allen Branchen und viele dieser Stellen haben eines gemeinsam: Lange Arbeitszeiten, hohen Workload und wenig Geld. Wer sich durchbeißt und zielstrebig hocharbeitet, kann auf Basis dessen allerdings vergleichsweise schnell aufsteigen.

Auch nach Studienrichtung unterscheiden sich die Zukunftschancen. Momentan werden zum Beispiel besonders Fachkräfte im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich gesucht. Auf Geisteswissenschaftler hingegen kommen nicht selten einige Monate sogenannter Sucharbeitslosigkeit zu. Doch Medienberichte sind oft übertrieben: Nicht alle Jurastudenten bekommen sofort einen Job und nicht jeder zehnte Sozialwissenschaftler muss Hartz IV beantragen.

Entscheidend ist die persönliche Qualifikation

Was für die Chancen nach dem Studium entscheidend ist, sind die persönlichen Qualifikationen. Damit sind weniger die Noten im Studium gemeint, als zum Beispiel eine seltene Fächerkombination und vor allem Berufserfahrung und Auslandsaufenthalte. Wer sich über Praktika, Auslandssemester, studentische Mitarbeit und ähnliche Zusatzqualifikationen aus der Masse der Bewerber abheben kann, dem gelingt mit Sicherheit ein gelungener Berufseinstieg.

Wie bereits bei der Studienwahl selbst, sind auch für den Arbeitsmarkt eigene Interessen und eine gewisse Leidenschaft nötig. Studenten, die im Bewerbungsgespräch ambitioniert auftreten und ihre eigene Begeisterung vermitteln können, überzeugen mehr als Kandidaten mit dem vermeintlich ‚passenderen‘ Studiengang aber ohne Biss. Ohnehin sind Quereinstiege heutzutage an der Tagesordnung und der endgültige Weg durch das Studium noch nicht besiegelt. Das Wichtigste nach dem Studium ist also, gelassen zu bleiben, auch wenn der Traumjob nicht direkt vor der Tür steht. Absagen, Rückschläge und Frustration gehören zum Berufsstart dazu, denn auch für Akademiker gilt meistens: Aller Anfang ist schwer.

Hilfreiche Links für den Weg in die Karriere
Blick zurück auf den Arbeitsmarkt für Akademiker im Jahr 2012/2013
Arbeitsmarkt für Akademiker – Bundesagentur für Arbeit

 

[Bild: Uni Salzburg, PR/Flickr.]