Jan 29

Mobbing an der Uni kennen viele. Die Gründe sind dafür in den meisten Fällen banal. Der Täter, der Mobber, weiß dabei meistens nach einiger Zeit gar nicht mehr, warum er das Opfer mobbt. Das macht das Mobbing im Studium aber nicht weniger Schlimm. Viele Studenten leiden darunter. Oft sind die psychischen Schmerzen so schlimm, dass sich die ganze Situation auch auf das Studium auswirkt.

Wir haben einmal versucht, ein paar Tipps und Ratschläge gegen das Mobbing an der Uni zusammenzustellen.

Ohne Vorwarnung: Mobbing im Studium

Mobbing an der Uni beginnt ohne Vorwarnung. Aus der Belanglosigkeit. Aus kleinen Sticheleien wird ein Kreislauf. Mobbing entsteht. Es ist nicht einfach, sich dagegen zu wehren. Die Opfer befinden sich zumeist in einer schwachen Position. Unserer Erfahrung nach sind die Hochschulen recht schlecht gerüstet und wollen mit diesen Themen wenig zu tun haben. Schikanen und soziale Isolation sind die Folgen von Mobbing in der Uni. Dich es gibt Auswege, um dem Psychoterror zu entkommen. Einfach wird das aber in der Regel nicht.

Wege aus dem Mobbing im Studium

Der Mobber, also der Täter steht im Zentrum. Hilfreich ist es in vielen Fällen, ein Gespräch unter 4 Augen mit dem Täter zu suchen. Ob das Erfolg verspricht, ist schwer zu sagen, jedoch ist es eine mögliche Alternative. Für viele gemobbte ist das nicht wirklich einfach. In einigen Fällen zeigte sich aber so ein Ausweg für beide Personen und es konnte ein Ausweg gefunden werden. Ganz wichtig in dem Gespräch ist es, sein Verhalten zu kritisieren. Keinesfalls aber seine Person. Durch diese Abgrenzung kann das spannungsgeladene Verhältnis unter Umständen bereinigt werden.

Unabhängig davon raten wir beim Mobbing im Studium ein Tagebuch zu führen. In diesem Tagebuch sollte jede Schikane, jeder Vorfall genau aufgeführt werden. Mit Uhrzeit und Datum. Beim Mobbing an der Uni sollten auch Zeugen in dem Tagebuch benannt werden.

Mobbing an der Uni – Sich wehren

Auch dieser Punkt fällt vielen Mobbingopfern nicht leicht. Durch das regelrechte Mobben haben sich viele unbewusst damit angefunden, das seelische Leiden ist groß. Dabei können die Opfer praktisch nie etwas dafür. Der Mobber lebt in vielen Fällen genau von dieser Reaktion. So entwickelt sich ein Kreislauf. Hilfreich kann daher eine entsprechende Maßnahme sein, bei denen Beleidigung einfach weg gelächelt werden. Fiese Kommentare beim Mobbing im Studium sollten zudem (wie oben erwähnt) in einem Tagebuch unbedingt aufgeführt werden. Hast Du dann noch die Möglichkeit einen ironischen Gegenkommentar zu bringen, wirst Du ihn in vielen Fällen aus dem Konzept bringen.

Beschwerden an der Uni

Die meisten Unis versuchen das Problem beim Mobbing im Studium herunterzuspielen. Sie sind schlecht gerüstet, obwohl das Problem schon seit Jahren relevant ist. Wenn das Mobbing nicht aufhört, raten wir auch dringend zu einem Gespräch mit einer dortigen Autoritätsperson. Das kann ein Dozent sein. In einigen Fällen kann so auf den Täter ein wenig mehr Druck ausgeübt werden, was manchmal helfen kann.

Kein Patentrezept beim Mobbing

Wie Du sicherlich schon gemerkt hast, gibt es beim Mobbing an der Uni kein Patentrezept. Deshalb haben wir unterschiedliche Tipps und Wege aufgezeigt, die in einigen Fällen Erfolg erbracht haben. Wichtig ist für den Gemobbten Rückhalt. Dieser bietet sich oft im engen Bekanntenkreis, dabei sollte das Problem offen angesprochen werden. Wichtig ist dabei, Du bist nicht schuld. Mobbing entsteht oft aus einer Banalität heraus. Die Täter erinnern sich später gar nicht mehr, worum es ging. Es entwickelt sich ein Kreislauf, der so zu Fortgesetzten Schikanen führt.

Beratungen zum Thema Mobbing

Hilfreich kann es auch sein, mit anderen Betroffenen zu reden oder sich an eine anonyme Beratungshotline zu wenden, dort sitzen Fachleuchte, die sich gut mit dem Thema auskennen und so weitere Tipps im Umgang beim Mobbing im Studium geben können.

Beratungsstellen Telefon und Internet:

  • Mobbing-Beratungstelefon.de
  • nightline.uni-freiburg.de
  • cybr-mobbing-info.de
  • swfr.de/beratung-soziales/beratungsstellen/psychotherapeutische-beratung/

Hilfe beim Rechtsanwalt

Mobbing an der Uni ist zunächst kein Strafbestand. Anders kann das jedoch aussehen, wenn in den fiesen Kommentaren auch Beleidigungen enthalten sind und bei Attacken Sachschaden entsteht oder Du körperlich drangsalierst wirst. In diesem Fall sollten ebenfalls alle Vorfälle sehr genau in einem Tagebuch aufgeführt werden. Konnten die bisherigen Tipps nichts an dem Verhalten des Täters enden, suche einen Rechtsanwalt auf, der mit der Materie vertraut ist. Wichtig ist, dass der Anwalt bereits Erfahrung in diesem Gebiet hat, damit er Dir auch wirklich helfen kann. Die Androhung eines Strafverfahrens oder einer zivilrechtlichen Klage kann bei vielen oft Wunder bewirken. In der Regel ist der Mobber ebenfalls ein Student. Ein strafrechtliches Verfahren kann seine Karriere Schaden zufügen. Näheres dazu sollte mit einem Rechtsanwalt besprochen werden. Nimm dafür Dein Tagebuch und am besten eine Vertrauensperson mit, damit das Gespräch freier erfolgen kann.