Jan 22

Wer kennt sie nicht, die Mensa? Geliebt, gehasst oder nie besucht – egal, in welchem Verhältnis der Einzelne zu ihr steht, ist sie doch eine feste Institution jeder deutschen Universität. Das Wort Mensa stammt übrigens vom lateinischen mensa academica, was so viel wie Universitätsmittagstisch heißt und die Funktion ziemlich treffend auf den Punkt bringt. Für unter fünf Euro können Studenten und Gäste in der Mensa ein warmes Mittagessen mit Dessert und Getränk erhalten. Doch nicht nur Mittag bietet die Einrichtung, sondern auch alles vom Frühstücksbrötchen über den Kuchen am Nachmittag bis zum Abendbuffet. Im Durchschnitt gehen in einer Mensa 12.000 Essen am Tag über den Tresen und mit 202.000 Tischplätzen bietet sie auch genügend Raum, dieses zu verzehren. Je nachdem, wie verstreut der Campus liegt, existieren mehrere Mensen in einer Stadt. In München allein gibt es beispielsweise 33 von der Uni betriebene Mensen, Bistros und Cafés, in denen jährlich mehr als vier Millionen Essen zubereitet werden.

Billiges Fertigessen und gesundheitsbewusste Mahlzeiten

Doch mal ehrlich, die Mensa genießt meist keinen allzu guten Ruf, denn nur die wenigsten erwarten zu so günstigen Preisen ein qualitativ hochwertiges Essen. Aber weit gefehlt, denn die meisten Mensen werden vom zuständigen Bundesland recht großzügig subventioniert. Dadurch kommen nicht mehr nur Tütensuppen und Gerichte aus der Fritteuse auf die Speisekarte, sondern bestimmen reichhaltige Mahlzeiten und bunte Salatbuffets das Bild in deutschen Mensen. Vor allem in den letzten Jahren hat sich einiges getan und mittlerweile bieten viele Einrichtungen Bio-Produkte an und haben einen Veggie-Day mit ausschließlich vegetarischen Gerichten eingeführt. Specials wie thailändische, orientalische, oder italienische Wochen runden das Angebot ab.

Sozialer Treffpunkt Mensa

Doch nicht nur günstiges Essen lockt in die Mensa. Auch ist sie Treffpunkt für Studenten und Universitätsmitarbeiter und stellt ein soziales Zentrum der Uni dar. Hier werden Informationen zu Partys, Vorlesungen und zur Klausurvorbereitung ausgetauscht und der neueste Klatsch und Tratsch verbreitet. Darüber hinaus ist es immer ratsam, ab und zu in der Mensa vorbei zu schauen und an den schwarzen Brettern und Aushängen nach Nebenjobs, Wohnungsangeboten, oder günstigen gebrauchten Büchern Ausschau zu halten.

Natürlich gibt es auch unter den Mensen Qualitätsunterschiede. Die Studentenzeitschrift UNICUM kürt jedes Jahr die beste Mensa mit dem ’Goldenen Tablett‘. 2012 lag Rostock dank Vital-Theke und Wünsch-dir-was-Aktion an der Spitze der getesteten Einrichtungen. Mit regelmäßigen Umfragen versuchen die Mensen regelmäßig, ihr Angebot zu verbessern. Also hingehen, ausprobieren und mitmachen!

 

Bild: Barney O´Fair / pixelio.de

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