Sep 13

Seit dem die Gymnasialzeit in Bayern und Niedersachen von neun auf acht Jahren verkürzt wurde, hat sich vieles verändert. Studieren kann heute jeder, hier kommen vor allem die Änderungen der Bologna Reform zu tragen. Egal, ob eine Eignung vorhanden ist oder nicht. Das macht sich auch bei dem Alter der Studenten deutlich bemerkbar. Alleine in Hamburg hat sich der Zahl der 18-jährigen Absolventen dank G8 in 10 Jahren verzehnfacht. Statt 20 Jahre oder älter, sind viele Studienanfänger heute gerade 18 Jahre. Das macht vor allem den Universitäten zu schaffen. Viele der jungen Leute sind noch nicht Reif und suchen immer noch die Unterstützung der Eltern. Der Trend wird sich weiter fortsetzen.

Kaum selbstständig

Die jungen Absolventen sind heute kaum selbstständig. Sie können sich nicht so frei verhalten und Entscheidungen treffen, wie es sein sollte. Viele Universitäten spüren das. Die Studienanfänger sind einfach zu jung. Immer mehr Unis müssen daher nun spezielle Beratungen für Eltern anbieten. Sogenannte Elternsprechtage gab es früher in diesem Dimensionen nicht. Zu der Studienberatung kommen viele Interessierte mit ihren Eltern. In vielen Fällen kommen die Eltern sogar ganz alleine.

Einfach zu jung

Zu dieser Erkenntnis gelangen auch immer mehr Personaler und Berater. Die Kinder von heute sind in einem Alter von 18 Jahren nicht mehr so reif, wie das vor 20 Jahren der Fall war. Teilweise schauen sich die Jugendlichen schon ein Jahr vor dem Abitur nach einem Studiengang um. Viele sind dann gerade erst einmal 16 Jahre alt. Besonders für Angebote rund um das Duale Studium sehen viele Unternehmen große Besorgnis. Einige der Bewerber seien noch minderjährig und würden so für viele Unternehmen gar nicht erst in Frage kommen.

Wohnungssuche immer schwieriger

Gleichzeitig ist aber nicht nur das Studium als solches das einzige Problem. Auch eine passende Wohnung oder WG zu finden, gestaltet sich für junge Studenten sehr schwierig. Die meisten Vermieter fürchten um die Probleme, die damit einhergehen und oft behalten sie recht. Die Reife fehlt. Das zeigt sich heut ein fast allen Bereichen rund um die jungen Abiturienten. Doch wen trifft die Schuld?- Sind es die Eltern, die Schulen oder die Gesellschaft allgemein. Eine Frage, die sich eigentlich nicht stellen sollte, wenn im Elternhaus früh genug beigesteuert wird.

 
Bildquellenangabe: René Golembewski / pixelio.de