Aug 21

Wer etwas auf sich hält, studiert im Ausland. Diese alte Weisheit gilt auch heute noch teilweise. So gilt das Studieren in Deutschland zwar als beliebt, wer jedoch ein Studium in bestimmten Ländern nachweisen kann, erlangt damit auch einen Eintritt in gut bezahlte Jobs. Aber hier spielen nicht nur die Wünsche der Studenten eine Rolle, sondern vor allem die finanziellen Möglichkeiten. Blicken wir auf Deutschland, ist das Studieren recht günstig. Sobald wir jedoch als Student den Blick auf Australien oder sogar die USA werfen, wo einige der besten Universitäten angesiedelt sind, wird es teuer. Packt man alles einmal zusammen. Also die reinen nackten Kosten für den Studenten bei Studieren und die Lebenshaltungskosten werden die Unterschiede deutlich.

Studieren und die Kosten im Vergleich

Alle Beträge in US-Dollar (Lebenshaltungskosten/Gebühren Studium):
Deutschland: 5650/635
Australien: 13.140/25.375
USA: 10.479/25.226
Kanada: 7.537/18.474
Hongkong: 9261/13.182
Russland: 6.310/3.131

Die ermittelten Zahlen stammen von der britischen Bank HSBC. Je nach Grad und Qualität der Universität können besonders in Deutschland und Australien die Kosten deutlich für den Studenten nach oben steigen. Mit Blick auf die Zukunft wird es aber zu einer Steigerung der Kosten fürs Studieren kommen. Viele Länder reduzieren die Unterstützung für Studenten. Dennoch ist für viele das Studium im Ausland weiterhin beliebt. Bei dem Fokus auf Deutschland wurden aber anscheinend die privaten Universitäten außen vor gelassen. Denn auch dort können die Gebühren für das Studieren leicht auf 30.000 Euro steigen. Allerdings würde das bei dem geringen Anteil der Studenten auf den privaten Unis kaum auffallen. Immerhin sind es gerade einmal 125.000 Studenten.

Weitere Studiengebühren möglich

Dennoch könnten sich die Gebühren für das Studieren für Personen aus Nicht-EU-Ländern in Deutschland deutlich erhöhen. Schon seit Langem planen viele Bundesländer eine mögliche Studiengebühr für diese Studenten. Erst kürzlich ist eine Grünen-Politikerin in Freiburg über diesen Vorschlag gestolpert und hat sich damit unbeliebt gemacht. Wir hatten in einem früheren Bericht darüber berichtet. Dennoch planen einige Bundesländer die Einführung. So könnte für Studenten aus Nicht-EU-Länder ein zusätzliches Kostenfaktum von 500 bis zu 1.000 Euro pro Semester entstehen. Eine Ausdehnung auf Studenten aus den EU-Ländern ist aber aus rechtlichen Gründen ausgeschlossen. Praktiziert wird diese zusätzliche Gebühr fürs Studieren von Studenten aus Nicht-EU-Ländern schon in Leipzig. Allerdings nur in der Musikhochschule.

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

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