Sep 26

Im ersten Bericht hatten wir uns ausführlich dem Tagesgeldkonto gewidmet und Ihnen Vor- und Nachteile für Studenten aufgeführt. Neben dem Tagesgeldkonto bietet das Festgeldkonto eine Erweiterung für Studenten.

Das Festgeldkonto und die Unterschiede

Von der Auslegung und dem Ablauf ist das Festgeldkonto fast identisch mit dem Tagesgeldkonto. Dennoch bestehen 2 wichtige Unterschiede. Das Festgeldkonto verfügt meistens nicht über eine tägliche Verfügbarkeit. Die Sparbeiträge werden für einen bestimmten Zeitraum fest angelegt und sind oft nicht kündbar. Zum anderen muss ein bestimmter Beitrag eingezahlt werden. Dafür fallen die Zinsen unter Umständen beim Festgeldkonto höher für Studenten aus.

Die Eröffnung für Studenten

Das Festgeldkonto ist genauso wie das Tagesgeldkonto zu eröffnen. Das Formular ist online bei den Banken verfügbar und kann mit einem Post-ID Formular einfach ausgedruckt werden. Eine beliebige Postfiliale trägt in das Post-ID Formular Ihre Passdaten (Personalausweis oder Reisepass mit Meldebestätigung) ein und schickt dieses an die Bank. Diese Schritte zum Festgeldkonto sind ebenfalls kostenfrei. Bereits nach wenigen Tagen erhalten Studenten alle Daten zum Festgeldkonto. Auch hier gibt es keine Karte. Die Auszahlung erfolgt später auf ein von Ihnen benanntes Referenzkonto. Das Selbige gilt für Einzahlungen auf das Festgeldkonto. Das Referenzkonto muss ein Girokonto auf den Namen des Studenten sein. Sicherheit ist ebenfalls bis 100.000 Euro durch den Sicherungsfonds gewährleistet (private Spareinlage). Das gilt auch für Anbieter in der EU.

Festgeldkonto und was es kann

Eigentlich kann das Festgeldkonto nicht viel, außer Zinsen zu bringen. Es ist eine starre Anlage, die nicht beeinflussbar ist. Studenten zahlen den erforderlichen Betrag ein und freuen sich am Ende über die gewonnenen Zinsen.

Was sollte ich beim Festgeldkonto beachten

Zunächst einmal ist die Frage, wie lange sich Studenten binden wollen und vor allem können. Oft wird beim Festgeldkonto für Studenten eine Bindung ab 6 Monaten bis zu 5 Jahren angeboten. Wichtig hierbei: Hiernach richtet sich die Zinshöhe. Unter 12 Monaten lohnt ein Festgeldkonto in fast allen Fällen eigentlich nie. Die Zinsen sind viel zu niedrig. Auch über 3 Jahre sollte keine Anlage erfolgen. Die höchsten Zinsen für Studenten gibt es meistens bei einem Zeitraum von 3 Jahren. Darüber fällt der Zins nach unten.

Die Anlagesumme
Auch hier hat es das Festgeldkonto genauso wie das Tagesgeldkonto wieder in sich. Die in Aussicht gestellten Zinsen werden nur dann gezahlt, wenn der Sparbetrag nicht zu hoch ist. Ganz klar, zunächst einmal muss die erforderliche Mindestsumme beim Festgeldkonto eingezahlt werden. Steigt diese Summe aber zu hoch, werden die Zinsen genau wie beim Tagesgeldkonto automatisch nach unten angepasst. Schließlich soll es nicht zu viele Zinsen beim Festgeldkonto geben.

Die Kündigung
Auch hier gilt Vorsicht beim Festgeldkonto für Studenten. Wer dringend an das Geld heran muss, hat in der Regel Pech. Denn vor Ablauf der vereinbarten Zeit akzeptieren viele Banken keine Kündigung. Andere hingegen ermöglichen es. Zinsen gibt es dann aber keine und eine saftige Bearbeitungsgebühr kommt hinzu. Statt Gewinn zu machen, führt eine Kündigung zu einem großen Verlust beim Festgeldkonto. Für Studenten besonders ärgerlich.

Aber auch bei dem regulären Fristablauf gilt Vorsicht. Haben Sie das Festgeldkonto für 3 Jahre vereinbart, sollte das Festgeldkonto unbedingt mit Fälligkeit pünktlich gekündigt werden. Einige Anbieter haben im Kleingedruckten stehen: Wird das Festgeldkonto nicht zum Bezugszeitpunkt gekündigt, verlängert es sich automatisch um eine weitere Zeit. Bedeutet: Studenten müssen erneut warten. Doch zum Glück gibt es auch gute Anbieter, die ganz automatisch mit Fälligkeit den Betrag auf das Referenzkonto des Studenten überweisen.

Festgeldkonto vs. Tagesgeldkonto

In aller Ausführlichkeit haben wir beide Konten für Studenten vorgestellt. Welches lohnt sich aber nun tatsächlich für Studenten. In der Regel ist das Geld knapp und es lässt sich im Studium nie viel ansparen. Aus diesem Grund ist meistens das Tagesgeldkonto wesentlich sinnvoller für Studenten. Die tägliche Verfügbarkeit ist gerade im Studium unheimlich wichtig. Und ganz im Ernst: Die Zinsunterschiede zwischen Festgeldkonto vs. Tagesgeldkonto sind erstaunlich gering. Experten raten sogar dazu, nie ein Festgeldkonto abzuschließen. Es ist praktisch nur ein Sparbuch mit besseren Zinsen. Aber viel zu Starr, als das ein Festgeldkonto Sinn macht. Andere Anlagen sind dabei erheblich sinnvoller und bieten zusätzliche Vorteile. Vor allem höhere Zinsen. Aus allen diesen Blickpunkten kommt eigentlich nur ein Tagesgeldkonto wirklich infrage.

Eine Alternative lässt sich aber auch schon finden. Einige Banken bieten mittlerweile ein Girokonto mit Zinsen an. Das ist attraktiv und macht ein Tagesgeldkonto vollkommen überflüssig.

 

Foto: Benjamin Klack / pixelio.de

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